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Betroffene können sich an Behörde wenden

Von Karin Mörtel und Yvonne Nadler

Bremen. In der Debatte um Kita-Mehrkosten fordert das Sozialressort nun alle Betroffenen auf, sich an die Behörde zu wenden. „Wir gehen davon aus, dass wir keine Notversorgung brauchen, da es sich vermutlich nur um Einzelfälle handelt“, sagt Bernd Schneider, Sprecher des Sozialressorts.

Zum Beginn des Kita-Jahres könnte in Bremen eine Betreuungslücke entstehen.

Kitas können Neuzugänge erst ab dem 1. September aufnehmen. Das Kindergartenjahr startet offiziell aber schon ab 1. August. So kann es dazu kommen, dass Eltern ihre Kinder zwar erst im September in die Betreuung geben können, aber schon für den Monat August Kita-Beitrag zahlen müssen.

Betroffen seien nicht alle Kinder, die neu in den Kindergarten kommen, sondern nur diejenigen, die bisher von einer Tagesmutter betreut wurden, sagt Schneider. Krippen-Kinder könnten bis zum Beginn des Schuljahres in Krippen bleiben und dann nahtlos in den Kindergarten wechseln.

Trotzdem könnte es Eltern vor große Probleme, diese vier Wochen zu überbrücken. Väter und Mütter, die sich in dieser Zeit nicht selbst um ihre Kinder kümmern können und deshalb etwa eine Tagesmutter brauchen, müssen womöglich doppelt zahlen. „Wir wollen solche Härten vermeiden“, sagt Schneider. Deshalb prüfe die Behörde, ob in solchen Fällen auf den Elternbeitrag für die Tagesmutter verzichtet werden kann. Dann würde die Tagesmutter komplett aus öffentlichen Mitteln bezahlt.

Die CDU-Fraktion will das Problem nun in der Sozialdeputation erörtern. Die CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Sandra Ahrens fordert das Sozialressort zudem auf, zu ermitteln, wie viele Eltern und Kinder von der Betreuungslücke betroffen sind. Außerdem sieht sie die Behörde in der Pflicht, ein Notprogramm für eine wohnortnahe Betreuung im August zu erarbeiten.

Bernd Schneider aus dem Sozialressort betont hingegen, dass die Behörde nicht erst seit der Forderung der CDU nach einer Lösung für die betroffenen Eltern suche. „Wir sind ebenfalls nicht glücklich über die Situation und prüfen derzeit, inwieweit man diese unterstützen kann, ohne dass Mehrkosten anfallen.“

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